Einen wunderschönen guten Tag, Ihr Lieben!
Wenn Ihr Euch gerade frisch verlobt habt und mitten in den ersten Entscheidungen zwischen Gästeliste, Stil und Location steckt, kommt ganz schnell eine Frage auf, die fast alle Paare verunsichert:
Was kostet eine Hochzeit eigentlich wirklich?
Genau darüber sprechen wir heute.
Ich nehme Euch mit in die Welt der realistischen Budgets, zeige Euch, welche Posten oft vergessen werden, wie sich Kosten zusammensetzen und wie unterschiedlich Hochzeiten finanziell aussehen können.
Und das Wichtigste:
Ihr sollt nach diesem Beitrag ein klares Gefühl dafür haben, welches Budget für Eure Wünsche realistisch ist – nicht für Pinterest, nicht für andere Paare, sondern für Euch.
- Typische Hochzeitsbudgets in Deutschland – ein ehrlicher Blick
Viele Paare starten mit einer Zahl zwischen 15.000 und 20.000 €. Das liest man in Foren, hört man von Freunden oder findet man in Blogartikeln, doch oft ist das lediglich das Partybudget.
Was dabei häufig fehlt sind:
- Outfits
- Ringe
- Papeterie
- Styling
- Trauredner:in
- Transporte, Deko-Extras und vermeintlicher Kleinkram
Für eine Hochzeit mit großer Feier für 60–70 Gäste beginnt eine realistische Planung also eher bei einem Partybudget von 15.000–20.000 € und einem Gesamtbudget von 22.000–30.000 €.
Keine Sorge:
Das bedeutet nicht, dass Eure Hochzeit sich in diesem Rahmen abspielen muss. Es gibt Planungen, die funktionieren mit weniger Budget und selbstverständlich lässt sich auch leicht deutlich mehr ausgeben.
Im nächsten Blogbeitrag findet Ihr eine Anleitung zum Erstellen Eures eigenen Budgetplans, drei echte Kalkulationen von verschiedenen Hochzeitsbudgets und eine Übersicht, wie eine sinnvolle, prozentuale Verteilung Eures Budgets aussehen könnte.
- Was Paare oft unterschätzen – Kostenfallen kennen
Viele Paare denken zunächst an die großen Punkte, unterschätzen aber die kleinen Posten, zum Beispiel:
Papeterie:
Mit „nur“ Einladungskarten drucken ist es häufig nicht getan. Hinzu kommen Veredelungen, Stempel, Umschläge, der Versand und meistens auch Dankeskarten im Anschluss an Eure Hochzeit.
Aufmerksamkeiten:
Kurz vor Eurem großen Tag fällt Euch ein, dass Ihr Euch bei einigen Menschen bedanken wollt und den Dienstleistern für Ihre tolle Arbeit ein Trinkgeld geben möchtet. Kleine Geschenke für Trauzeugen, Trinkgelder und Gastgeschenke gehören also auch mit in Eure Kalkulation.
Outfits:
Im Preis für das Brautkleid oder den Anzug sind Änderungsarbeiten nicht enthalten, das gilt es also genauso dazuzurechnen, wie das Budget für Accessoires und die anschließende Reinigung.
Dekoration:
Unabhängig davon, ob Ihr Eure Deko selbst vorbereitet oder Dienstleister dafür engagiert, solltet Ihr immer auch mögliche zusätzliche Preise für die Lieferung, den Aufbau und ggf. für zusätzliche Technik mit im Blick behalten.
Diese Beträge klingen vielleicht erstmal klein, summieren sich aber schnell. Gerade diese Posten solltet Ihr in Eurer Budgetplanung also unbedingt berücksichtigen, damit hier keine unerwarteten Kosten entstehen.
Mein Spartipp:
Ein häufiger Stolperstein sind auch Getränkepauschalen. Manche Locations rechnen nur ein paar Stunden ab; die Zeiten davor oder danach werden separat berechnet. Fragt für diese Zeiträume daher unbedingt nach einer Berechnung nach Verbrauch, oft ist das für Euch günstiger.
Und falls Ihr Euch wünscht, dass jemand gemeinsam mit Euch durch Eure die Zahlen, Eure Wünsche und Eure Prioritäten geht:
👉 Genau hier kann ich Euch in einer einzelnen Planungssession zum Thema Budget perfekt unterstützen.
- Drei Beispielbudgets für 2026
Damit Ihr ein gutes Gefühl für verschiedene Größenordnungen bekommt, habe ich Euch drei realistische Hochzeitsbudgets zusammengestellt:
a) Kleiner Rahmen, ca. 40 Gäste:
Fokus: Standesamtliche Trauung, Dinner, schöne Party, weniger Extras
Partybudget: ca. 10.000–14.000 €
Gesamtbudget: ca. 14.000–18.000 €
b) Durchschnittliche Hochzeit, ca. 80 Gäste:
Fokus: Alle Dienstleistungen hochwertig und professionell gebucht, Freie Trauung, Dinner, ausgelassene Party mit kleinen Extras
Partybudget: ca. 22.000-28-000 €
Gesamtbudget: ca. 28.000–35.000 €
c) Gehobene Hochzeit, ca. 100 Gäste:
Fokus: Premium-Dienstleister, Designkonzept, Get Together, Freie Trauung, besondere Elemente zum Empfang, zum Dinner und während der Party, Brunch am nächsten Morgen
Partybudget: ca. 35.000– ab 50.000 €
Gesamtbudget: ab 45.000 €
Jedes Gesamtbudget berücksichtigt die wichtigsten Posten: Location & Catering, Fotograf:innen, DJ/Band, Floristik & Dekoration, Papeterie, Styling, Torte & Dessert, Outfits und Transporte.
Ganz wichtig: Natürlich geht es immer auch günstiger – oder deutlich teurer.
Entscheidend ist, was Ihr möchtet und wie Ihr Eure Prioritäten setzt.
Wenn Ihr Euch unsicher seid, welches Budget zu Euren Wünschen passt, schauen wir es uns gerne gemeinsam an, das gibt vielen Paaren am Anfang der Planung Ruhe und Klarheit. Meldet Euch dafür gerne direkt für einen ersten, kostenfreien Beratungstermin.
- Regionale Preisunterschiede & Destination Weddings
Schon innerhalb Deutschlands variieren die Preise stark:
Etwa eine Hochzeit in Bremen ist bei gleicher Gästeanzahl und Ausstattung meist günstiger als in Hamburg oder München.
Hochzeiten im Ausland sind dabei gar nicht unbedingt teurer, zum Beispiel der Unterschied zwischen Deutschland und Italien wird die meisten positiv überraschen: Vor allem Location und Catering sind in Italien oft sogar günstiger! Allerdings landen hier viele Brautpaare bei einem ähnlichen Preis, weil natürlich logistische Kosten und zusätzliche Reisekosten anfallen.
Ein kleiner Tipp: Ganz besonders die Nebensaison in Italien lohnt sich, auch finanziell. Plant aber unbedingt genug Zeit, denn Kommunikation und Organisation sind meistens intensiver als in Deutschland.
Gut zu wissen: Auch hier unterstütze ich Euch sehr gerne als Hochzeitsplanerin, denn ich begleite nicht nur Hochzeiten in und um Bremen, sondern auch in Italien.
- Missverständnisse & Profi-Tipps
Häufig höre ich den Satz: „Warum ist alles, was mit dem Thema Hochzeit zu tun hat, so teuer?“
Die kurze Antwort:
Hochzeiten sind emotional, zeitlich lang, logistisch komplex und erfordern viel Vorbereitung.
Ein Brautstrauß oder ein Gesteck am Traubogen muss viel robuster sein als ein Geburtstagsstrauß, der unberührt und gut bewässert in einer Vase auf dem Wohnzimmertisch steht.
Eine Hochzeitsreportage ist körperlich und mental intensiver und emotionaler als ein Studio-Shooting: Emotionen passieren in Millisekunden, die der Fotograf oder die Fotografin im richtigen Moment einfangen muss. In einem Studio kann man eine Situation immer und immer wieder nachstellen. Das geht mit dem Ja-Wort, dem ersten Kuss, der ersten Träne der Mama, dem Gähnen eines Kindes oder der Schweißperle auf der Stirn des Bräutigams beim Getting Ready nicht. Ihr bezahlt also nicht nur das Produkt, sondern die Erfahrung, die Expertise und die Verantwortung.
Mein wichtigster Rat für Euch
Hochzeiten sind Luxus – in Eurem ganz eigenen Rahmen.
Wichtig ist nicht, wie viel Ihr ausgebt, sondern, dass Eure Entscheidungen sich richtig anfühlen.
Wenn Ihr trotzdem denkt:
„Puh… Wo fangen wir an?“
Dann lasst uns einfach mal unverbindlich sprechen.
👉 Hier geht’s zum kostenlosen Beratungsgespräch.
Ich freue mich auf Euch!
Eure Janina
Im nächsten Beitrag zeige ich Euch ganz konkret, wie Ihr Euer Budget sinnvoll verteilt, wie eine prozentuale Planung funktioniert und wie Ihr echte Beispielkalkulationen für Eure Hochzeit nutzen könnt.